Mich macht das Aussetzen der Welpen quasi vor meiner Haustür immer noch fassungslos. Die HAZ hat ausführlich darüber berichtet (Artikel 1 und Artikel 2). Gut, dass Frau Tepper die Tiere gefunden hat. Hoffentlich finden sich liebevolle Adoptantinnen und Adoptanten.

Aber: Wie kann man nur so wenig Empathie und Verantwortungsgefühl haben? Wie kann man so etwas tun, obwohl es andere Optionen gegeben hätte? Für mich ist es versuchter Mord. In solchen Fällen gehören die Schuldigen ermittelt. Gerade in einer kleinen Gemeinde wie Isernhagen sollte das doch möglich sein. Ich habe aber Zweifel daran, dass sich hierum überhaupt bemüht wird: die Tiere sind ja nun gerettet und die Mutter-Hündin haben eh die wenigsten im Blick. Bleibt zu hoffen, dass die Tierarztpraxen hier aufmerksam sind und den Behörden ggf. entsprechende Hinweise geben.

Die Gemeinde könnte aber auch was tun: nämlich ihr Hundesteuerregister auswerten. Bei der Anmeldung muss die Rasse oder zumindest der dominierende Anteil bei Mischlingen angegeben werden. So viele Sennenhündinnen wird es in der Gemeinde schon nicht geben. Deren Halter bzw. Halterinnen müssten dann Besuch von Polizei und Amtsveterinär bekommen, um festzustellen, ob eine Hündin gerade geworfen hat. Ich bin mir sicher, dass alle, die Hunde mögen, einen solchen Besuch gern akzeptieren. Und: In dem schlimmen Fall, dass die Hündin an einer Blutvergiftung sterben sollte, wird diese bei der Gemeinde sicher abgemeldet. Auch hieraus kann sich ein Ermittlungsansatz ergeben. Und wenn das Gemeinderegister technisch nicht gut auszuwerten sein sollte, bliebe ja immer noch das ansonsten völlig nutzlose niedersächsische Hunderegister.

Ermittlungen bedeuten sicher ein gewisser Aufwand. Ich aber meine, dass es einen Versuch wert ist. Solche Menschen müssen wissen, dass versucht wird sie zu finden. Solchen Menschen gehört die Tierhaltung untersagt! In Fällen wie dem von Chico ist das Geschrei am Ende groß. Wer das nicht will muss bei überforderten Halterinnen und Haltern und Tierquälerei vorher eingreifen. Und zu guter Letzt: wer will schon solche Nachbarinnen und Nachbarn haben?