Anlässlich der Diskussion um die Verlängerung der Tempo-30-Zone am Blocksberg in der Ortsratssitzung vom 15.3.2017 haben Anwohnerinnen und Anwohner vom südlichen Abschnitt des Blocksbergs deutlich gemacht, dass sie sich mehr Lärmschutz wünschen. Bei der „Rollenden Redaktion“ der HAZ wurde der Wunsch nach Lärmschutz auch geäußert.

Als Grüne Gruppe haben wir uns die Situation vor Ort angesehen und auf die Wünsche reagiert. Für die Ortsratssitzung am 15.8. haben wir daher einen Antrag für ein LKW-Durchfahrtsverbot formuliert.

Ein Durchfahrtverbot für Lkw, die in der Regel lauter sind als Pkw, ist eine gute Möglichkeit den Anwohnerinnen und Anwohnern zumindest eine gewisse Erleichterung zu verschaffen, zumal schon die Tempo-30-Zone nicht auf die gesamte Straße ausgedehnt werden konnte.

Die Straße „Am Blocksberg“ ist mittlerweile beidseitig bebaut und als Straße in einem Wohngebiet zumindest teilweise als Tempo-30-Zone ausgewiesen. Die Situation ist mit der an der Isernhagener Str. vergleichbar. Dort wurde ein Durchfahrtverbot mit dem Zeichen 253 (rot umrandeter Kreis mit schwarzem LKW) mit dem Zusatz „Anlieger frei“ verhängt. Es sollte eine Gleichbehandlung der Wohngebiete erfolgen. Der Zusatz „Anlieger frei“ ist übrigens wichtig, um Menschen mit Wohnmobilien die Durchfahrt nicht zu verbieten (das Verkehrszeichen ist in Deutschland leider so definiert, dass es nicht nur für LKW gilt, sondern sich auf das Gewicht bezieht).

Das Radfahren auf der Fahrbahn, das in einer Tempo-30-Zone eh die Regel sein sollte, würde so auch attraktiver, und außerdem der Schulweg für Kinder entlang des Blocksbergs sicherer.

Negative Auswirkungen auf das Gewerbegebiet sehe ich nicht, weil Anfahrtsmöglichkeiten über drei Straßen zur Verfügung (Ernst-Grote-Str., Opelstr., Varrelheide) stehen.

Kurz: weniger Lärm, weniger Abgase, weniger Feinstaub, mehr Verkehrssicherheit!