Der erste Abschnitt des Neubaugebietes Wietzeaue ist komplett vermarktet und mittlerweile fast vollständig bebaut. Die Baustraßen sind vielerorts auch richtigen Straßen und Wegen gewichen. Der Grünzug am Blocksberg mit Fitnessgeräten ist auch angelegt und wird von der Gemeinde gut gepflegt. Alles schön? Mitnichten. Auf Anfrage von Einwohnerinnen und Einwohnern, wann denn mit der Anlage der vorgesehenen Spielplätze zu rechnen sei, gab es von der Verwaltung die Antwort, dass diese zurückgestellt sei. Begründung: Der zweite Bauabschnitt wurde um 9-10 Jahre nach hinten geschoben und die Anlage der Spielplätze und Grünflächen soll dann auf einen Schlag erfolgen, weil es so günstiger ist.

Dies halten wir als Grüne Gruppe für nicht hinnehmbar und haben daher einen Antrag für die Ortsratssitzung am 15.8.2017 formuliert, der die Verwaltung auffordert, sowohl die Spielplätze als auch die sonstigen Grünflächen und insbesondere die Nachbarschaftsanger 2018 anzulegen.

Wer im Baugebiet Wietzeaue I Eigentum erworben hat, konnte zu Recht davon ausgehen, dass eine Fertigstellung des Grünraumes mit einem Kinderspielplatz wie im Bebauungsplan dargestellt, in absehbarer Zeit erfolgen würde. Familien mit kleinen Kindern brauchen diesen Spielplatz jetzt und nicht später, wenn die jetzigen Kinder Teenager sind. Und ältere Menschen haben zum Teil auch nicht mehr so viel Lebenszeit vor sich als das sie hier noch 10 Jahre warten könnten. Die Rückstellung dieser Anlagen u. a. mit dem Kostenargument ist eine Frechheit, da die Käuferinnen und Käufer die Anlage der Flächen mit dem Kaufpreis für die Grundstücke bereits mit bezahlt haben.

Die Nicht-Fertigstellung ist übrigens eine Sache, die Verwahrlosung der Plätze eine andere. Holzzäune der Grundstücksabgrenzung wurden von der Gemeinde noch nicht entfernt und der Bewuchs auf den Grünflächen hat bereits eine beträchtliche Höhe erreicht. Gemeinsam mit darin hängengebliebenem Verpackungsmüll und Papierschnipseln ergibt sich stellenweise ein recht trauriges Bild.

Allein die Antragstellung hat übrigens schon einen gewissen Druck entfaltet: Die Verwaltung hat nun zumindest zugesagt, einige Spielgeräte am südlichen Ende der „Grünen Mitte“ aufzustellen und die Kinder der Wietzeaue aufgefordert, zu malen, welche Spielgeräte sie sich wünschen.