Beim Bauhof waren zum Jahresende wohl noch Schilder übrig! Der Eindruck drängt sich zumindest auf. So sehr ich die Einrichtung einer Tempo-30-Zone am Blocksberg begrüße, so sehr wundert mich das muntere Schilder-Wechsel-Dich-Spiel auf dem Abschnitt zwischen Wietzeaue und Soorenweg. Von den Minikreiseln, die ihren Zweck auch nur halb erfüllen, einmal abgesehen, ergibt sich überhaupt nur an zwei Stellen die Notwendigkeit, die Vorfahrt zu regeln: entweder durch Schilder – in einer 30-Zone natürlich auch zulässig aber eher unüblich – oder durch Entfernen der Schilder und damit die Regelung Rechts-vor-Links.

Vor der Einmündung des Alten Postwegs wurde das Vorfahrtsschild mit einer gewissen Verzögerung entfernt und ein Hinweisschild auf die geänderte Vorfahrt angebracht. Gut so, auch wenn das Hinweisschild ruhig etwas größer hätte ausfallen dürfen. In der Gegenrichtung ist nur die Einmündung des Eisvogelrings zu regeln. Hier wurde das Vorfahrtsschild auf dem Blocksberg zunächst entfernt, nun aber wieder aufgestellt. Angekündigt wurde vom Ordnungsamt via HAZ eine Tempo-30-Zone mit einheitlicher Rechts-vor-Links-Regelung. Davon kann nun keine Rede mehr sein. Ich finde die aktuelle Situation sehr unglücklich, weil die Regelung uneinheitlich ist, so keinerlei Beitrag zur Verkehrsberuhigung geleistet wird und dort weiter gerast wird wie eh und je. Ich fordere daher eine echte Tempo-30-Zone mit einheitlicher Rechts-vor-Links-Regelung für den Blocksberg!

Es waren aber noch mehr Schilder übrig: der Gehweg im Grünstreifen entlang des Blocksbergs hat in westlicher Gehrichtung an den Einmündungen der Erna-Schütte- und der Heinrich-Grethe-Str. nun kleine Vorfahrt-gewähren-Schilder bekommen, offenbar, weil die Laternenmasten nicht so „nackt“ sein sollen. In östlicher Richtung gibt es diese Schilder – wahrscheinlich mangels „nackter“ Pfosten – nicht (siehe Bilder).

Gehweg entlang des Blocksbergs an der Einmündung der Erna-Schütte-Str. in westlicher Richtung mit Vorfahrt-Gewähren-Schild.

Gehweg an der Einmündung der Erna-Schütte-Str. in westlicher Richtung. (30|12|2016)

Gehweg entlang des Blocksbergs an der Einmündung der Erna-Schütte-Str. in östlicher Richtung ohne Vorfahrt-Gewähren-Schild.

Gehweg an der Einmündung der Erna-Schütte-Str. in östlicher Richtung. (30|12|2016)

Gehweg entlang des Blocksbergs an der Einmündung der Heinrich-Grethe-Str. in westlicher Richtung mit Vorfahrt-Gewähren-Schild.

Gehweg an der Einmündung der Heinrich-Grethe-Str. in westlicher Richtung. (30|12|2016)

Gehweg entlang des Blocksbergs an der Einmündung der Heinrich-Grethe-Str. in östlicher Richtung ohne Vorfahrt-Gewähren-Schild.

Gehweg an der Einmündung der Heinrich-Grethe-Str. in östlicher Richtung. (30|12|2016)

Warum auf einem Gehweg (!), nicht Geh- und Radweg, solche Schilder notwendig sein sollen, und dann nur in eine Richtung, erschließt sich mir nicht. Welcher Mensch zu Fuß würde, wenn er auf einem Weg auf eine Straße ohne Furtmarkierung oder ähnliches trifft, glauben, dass er oder sie dort bevorrechtigt wäre? Ich hoffe nicht, dass dies Vorbereitungen für die Einrichtung eines kombinierten Geh-/Radweges oder auch nur eine Freigabe für den Radverkehr sind. Der Radverkehr gehört in Tempo-30-Zonen auf die Straße und ganz sicher nicht zwischen spielende Kinder und Klönschnack haltende Menschen.